Renovierung des Clubhauses an der Kransberger Strasse Drucken

Die Fußballer der Spielgemeinschaft Wehrheim/Pfaffenwiesbach haben in den letzten Monaten eindrucksvoll bewiesen, wie man die Zeit des Lockdowns in positive Energie umsetzen kann.

Das derzeit geltende „Sport-Verbot“ durch die Corona-bedingten Hygiene-Vorgaben nutzten die Kicker aus dem Apfeldorf, um in mehr als 600 (!) Stunden ehrenamtlicher Arbeit das Clubhaus der TSG Pfaffenwiesbach zu renovieren.

Das altehrwürdige Gebäude an der Kransberger Straße, das 1962 pünktlich zum 75-jährigen Vereinsjubiläum eingeweiht und 1987 zum „Hundertjährigen“ um einen Umkleidetrakt erweitert worden war, wies deutliche Gebrauchsspuren auf und bedurfte insbesondere im Bereich der Umkleideräume, des Eingangsbereichs und der Toiletten einer General-Überholung.

Unter Regie von Fußballabteilungsleiter Ivano Zin sowie seiner Vorstandskollegen Berthold Selzer und Winfried Odenweller hatten die Abriss-Arbeiten im Juni direkt nach dem Ende der Saison 2019/20 begonnen und sind jetzt abgeschlossen worden.

Nach Fertigstellung dürfen sich drei Männer-Mannschaften, 12 Nachwuchs-Teams und die beiden Altherren-Gruppen der SG Wehrheim/Pfaffenwiesbach ab sofort auf moderne und höchst energie-effiziente Räumlichkeiten freuen, sobald die Behörden und der Hessische Fußball-Verband den Trainings- und Spielbetrieb wieder zulassen.

„Das ist ein großartiges und sehr gelungenes Beispiel für ehrenamtliches Engagement“, sprach Wehrheims Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) den Mitgliedern der TSG Pfaffenwiesbach in Anwesenheit von Verwaltungs-Mitarbeiter Daniel Eitzeroth bei einer Besichtigung des sanierten Clubhauses ein hohes Lob aus. Als Anerkennung für die 45 Personen, die sich an den fünf Monate dauernden Umbaumaßnahmen beteiligt hatten, überreichte Sommer aus seinen Verfügungsmitteln einen Beitrag für die enstandenen Material-Kosten.

„Rund 60000 Euro betrug der Kostenvoranschlag der Handwerksfirmen, aber durch den enormen Anteil an Eigenleistung haben wir den Betrag um die Hälfte auf circa 30000 Euro reduzieren können“, nannte Zin bei einem Rundgang durch die neuen Räume konkrete Zahlen. Bis auf das Fliesen und das Verputzen hatten die Fußballer in eigener Regie in ihrer Freizeit sämtliche Handwerksarbeiten übernommen und dadurch erhebliche Kosten eingespart.

Ganz im Sinne des Hauptvereins TSG Pfaffenwiesbach, dessen Vorsitzender Walter Simon voll des Lobes über seine tatkräftigen Mitglieder war: „Durch dieses Engagement der Fußballer hat unser Clubhaus eine erheblich Wertsteigerung erfahren. Man sieht sofort, dass hier Fachleute am Werk waren, bei denen wir uns als Vorstand nur sehr herzlich bedanken können!“

Als angenehmer Nebeneffekt der Maßnahmen dürften ab sofort die Energiekosten im Vergleich zu den Vorjahren zur Freude von Kassenwartin Marie Irmie Manolescu spürbar sinken – allein schon durch die bessere Dämmung im Dachbereich und die Bewegungsmelder im Kabinentrakt.

Gerhard Strohmann